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Internationaler Währungsfonds schließt sein Büro in Serbien?

Quelle: Politika Samstag, 15.03.2008. 17:30
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Podeli

(IWF-Gebäude)

Der ständige IWF-Vertreter für Serbien und Montenegro, Harald Hirschhofer, verlässt Belgrad, nach inoffiziellen Informationen der Tageszeitung "Politika", und das IWF-Büro in Serbien soll geschlossen werden.

Die Korrespondenten von "Politika" warteten am Freitag (14. März 2008) vergeblich auf eine Bestätigung vom IWF-Büro in Belgrad. Man hat ihnen versprochen, Herrn. Hirschhofer bezüglich dieser Frage zu konsultieren, der Redaktion von "Politika" wurde aber empfohlen, mit der Veröffentlichung der Nachricht und Kommentare zu warten, "weil man noch immer keine offizielle Entscheidung getroffen hat".

Obwohl die eventuelle Abberufung der IWF-Vertreter aus Belgrad als Reaktion auf die aktuellen politischen Ereignisse in Serbien oder als Ungeduld von Washington hinsichtlich der erwarteten Forderung der Regierung Serbiens nach einem neuen Monitoring-Arrangement gedeutet werden kann, gibt es Tatsachen, die ein anderes Licht auf die ganze Geschichte werfen können.

Die erste ist, dass das Mandat des bisherigen IWF-Vertreters in Belgrad zu Ende gekommen ist. Die zweite ist, dass der Fonds das Büro in Podgorica sofort nach dem Ende des vorigen Arrangements und nur sechs Monate nach der Eröffnung geschlossen hat. Das ähnliche Schicksal erlebte unlängst das Büro in Kroatien. Der Fonds versucht seine Kosten in der ganzen Welt zu senken. Die Tatsache, dass es keine Büros in manchen mit IWF-Arrangements umfangenen Ländern gibt sowie dass ein Büro in manchen Fällen mehrere Länder deckt (z.B. Bulgarien und Rumänien), muss auch in Betracht gezogen werden.

Die Schließung des Büros in Belgrad ist nicht unangekündigt oder unerwartet. In Hinsicht darauf, dass die ständige Anwesenheit der IWF-Vertreter im Moment der makroökonomischen Unstabilität als zusätzliche psichologische Stütze willkommen ist, bat die Zentralbank Serbiens Zuständigen in Washington, die Entscheidung über die Schließung der Mission in Serbien noch einmal zu überlegen.

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