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Internationales Vorhersagesystem für Frühwarnung und Beobachtung von Hochwassern im Donaugebiet

Quelle: Tanjug Dienstag, 11.03.2008. 10:15
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Podeli

Die Internationale Kommission zum Schutz der Donau (IKSD) mit Sitz in Wien und das Gemeinsame Forschungszentrum der Europäischen Kommission setzten gestern (10. März) das erste internationale Vorhersagesystem für Frühwarnung und Beobachtung von Hochwassern im Donaugebiet in Betrieb, heißt es in der Mitteilung.

Das neue System bietet Informationen, aufgrund deren verantwortliche Behörden in Ländern an der Donau rechtzeitig Hochwasserschutz- und Notfallmassnahmen anordnen können bzw. Dämme aus Sandsäcken bauen, die Wasserversorgungssysteme isolieren und die Verschmutzung von Trinkwasser verhindern, die Bevölkerung evakuieren u.Ä.

Das Verständnismemorandum über die Entwicklung des Systems wurde von Bulgarien, Deutschland, Moldawien, Östereich, Rumänien, Serbien, der Slowakei, Tschechien und Ungarn unterzeichnet. Die Verhandlungen mit Bosnien und Herzegowina und Kroatien sollen bald zu Ende geführt werden.

Das Warnsystem ist 14 Stunden am Tag über eine mit Passworten geschützten Internetseite zugänglich. Insgesamt besteht das Abflussmessnetz aus 700 Messstationen entlang der Donau. Die Anzahl soll, Plänen zufolge auf 3.000 erhoben werden.

Das System bietet Informationen über Niederschlagsmenge und Hochwassergefahr, Abflussprognose sowie entsprechende Landkarten an.

Nach großen Überschwemmungen in Einzugsgebieten der Donau und Elbe nahm die IKSD das Angebot der Forschungsstelle der Europäischen Kommission an und entwickelte und testete das beschriebene Prognose- und Alarmsystem.

Die Beteiligung an diesem Projekt ermöglicht, laut dem exekutiven Sekretär der IKSD, Philip Weller, die Beobachtung und Analyse der langfristigen klimatischen Entwicklungen und Trends und vielleicht die bessere Vorbereitung für die erwartete Klimaänderung.

Die 1998 gegründete IKSD entwickelte sich in eine der größten Organisationen im Donaugebiet.

Die Organisation beschäftigt sich nicht nur mit der Donau, sondern mit allen Flüssen in ihrem Einflussgebiet. Das Hauptziel der Organisation sei die bedingungslose Anwendung der Konvention zum Schutz der Donau, erklären die Mitglieder.

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