VMA-Ärzte präsentieren eine neue Behandlungsmethode für Bauchaortenaneurysma - Arbeitsfähig sieben Tage nach der Operation
Freitag, 29.02.2008.
95:3
(Dr. Miodrag Jevtić mit Kollegen)
Die Ärzte des Militärkrankenhauses VMA in Belgrad präsentierten gestern (28. Februar 2008) eine neue Methode zur chirurgische Behandlung des Bauchaortenaneurysmas bzw. einer Erweiterng der abdominalen Aorta, die das Operationsrisiko für Patienten beträchtlich verringert hat.
Beträchtlich schnellere Genesung und Erholung gehören zu wichtigsten Vorteilen der neuen endovaskulären Aneurysmatherapie. Der Patient kann das Krankenhaus nach zwei bis drei Tage verlassen und sieben bis neun Tagen nach dem Eingriff ist er wieder arbeitsfähig, erklärte Prof. Dr. Miodrag Jevtić, Chefarzt und Leiter des Teams, das die ersten Operationen durchgeführt hat.
Er wies darauf hin, dass seine Kollegen und er die neue Behandlungsmethode vor fünf Tagen an zwei Patienten angewandt haben, die bald nach Hause zurückkehren sollen.
Das abdominale Aortenaneurysma gehört, laut Dr. Jevtić, zu schwersten Erkrankungen der Blutgefäße, die sich nur operativ behandeln lässt.
In Zusammenhang mit dem Umfang des Eingriffs und eventuellen Vorliegen eines entzündlichen Prozesses, einer Hypertonie, COPD, eines Nikotinaabusus oder einer familiären Disposition ist eine ziemlich große Operationsmortalität (Sterblichkeit), besonders bei Patienten die dringend operiert werden müssen.
Die Mortalität (Sterblichkeit) während des Eingriffs und der postoperativen Erholung liegt bei uns und in auf Gefäßkrankheiten spezialisierten Kliniken im Durchschnitt bei 50%.
Jährlich werden in Serbien 500 - 800 Patienten auf das Bauchaortenaneurysma diagnostiziert und operativ behandelt. Die Indikation zur notfallmäßigen bzw. beschleunigten Operation ist bei 25% der Patienten gegeben.
Die neue chirurgische Methode ist kostenlos für alle Militärangehörige, Zivilisten müssen zahlen. Éin künstliches Blutgefäß kostet rund 7.000 Euro. Der Preis schließt aber die Kosten des Aufenthalts im Krankenhaus sowie für die notwendige Medikamente ein.
Die Geschichte der endovaskulären Aneurysmatherapie (EAT) durch Aneurysmaexklusion mittels Aortenstent beginnt mit dem Prof. Dr. Parodi, der mit seinen Kollegen in Argentinien 1991 die erste Operation durchgeführt und die neue Ära eröffnet hat.
Vojnomedicinska akademija-VMA Beograd

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