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Igor Kim bereitet Angebot für Marfin Bank in Serbien vor

Quelle: Blic Mittwoch, 28.09.2016. 11:39
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(FotoSantiago Cornejo/shutterstock.com)
Igor Wladimirowitsch Kim, russischer Geschäftsmann, der zu den engen Freunden Putins zählt, will die Marfin Bank in Serbien kaufen. Kim habe bereits ein Angebot vorbereitet, das, wie die Belgrader Tageszeitung "Blic" erfährt, in den nächsten Tagen der Zentralbank Serbiens eingereicht werden sollte.
- Dies wäre eine ideale Akquisition für Kim. Es handelt sich um die Bank, die sich nur durch den Verkauf rettten lässt. Neben ihm gibt es noch einen Interessenten - behauptet die Quelle der Belgrader Tageszeitung.
Aktuelle Probleme der Marfin Bank in Serbien lassen Raum zu verschiedenen Unregelmäßigkeiten und Malversationen, und das ist Kim bekannt.
Die zyprische Zentrale der griechischen Marfin Bank ging vor einigen Jahren in Konkurs, nachdem die Europäische Kommission darauf bestanden hatte, um einen Kredit für die Rettung der griechischen Wirtschaft zu gewähren. Es ist nicht sicher bekannt, wer der wahre Eigentümer der serbischen Tochter der Marfin Bank ist, es gab schon zahlreiche Spekulationen darüber in den Medien.

Die Marfin Bank ist nicht besonders einflussreich auf dem Finanzmarkt Serbiens, sie arbeitet im Moment mit Verlust. Der Wert der gewährten Darlehen übertrifft sechsmal den Wert des Bankkapitals. Auf der Website der Zentralbank Serbiens kann man lesen, dass die Marfin Bank Kunden Kredite im Gesamtwert von 12,5 Milliarden Dinar zur Verfügung gestellt hat, während ihr ganzes Kapital auf 2,8 Mrd. Dinar geschätzt ist.
Der größte Teil der Kunden der Marfin Bank Serbien sind kleine und mittlere Unternehmen, und das bedeutet, dass Kim eine Menge ändern muss, um sein Geschäft wie in anderen Ländern abzuwickeln.
Kims Banken sind, wie "Blic" bereits berichtet hat, auf den Handel mit Wertpapieren spezialsieirt. Daher wird spekuliert, dass er seine Banken in Wirklichkeit für die Geldwäsche benutzt.
Die Marfin Bank deckt 1% des einheimischen Markten. Unmittelbar nach dem Einstieg in den serbischen Markt war diese Bank für sehr attraktive Zinssätze bekannt, mit denen sie möglichst viel Kunden anziehen wollte.
Kim hat einst Interesse auch für die Belgrader Bank "Privredna banka Beograd" gezeigt. Der Zentralbankrat fand es damals seltsam, dass er eine wertlose, überschuldete Bank übernehmen wollte, an der niemand interessiert war. Schließlich wurde der "Privredna banka Beograd" im Oktober 2013 die Lizenz von der Zentralbank Serbiens entzogen, erfährt "Blic".
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