Schwarzhandel mit Textilien in Serbien - Billige Klamotten haben 500 Mio. Euro "verschlungen"
Sonntag, 17.02.2008.
15:04
Chinesische Händler führen jährlich Textilien im Wert von 800 Mio. Euro ein. Sogar nach der Verzollung sind diese Artikel beträchtlich billig, weil man 30 Eurocent für ein T-Shirt und nur ein Euro für Hose entrichten muss. Die Kleidungsstücke kommen demnächst auf den schwarzen Markt, wo sie verkauft werden, ohne irgeneine Spur in Geschäftsbüchern. Der Staat verliert auf diese Weise 200 - 250 Mio. Euro jedes Jahres, behauptet Milan Knežević, Vorsitzender der Assoziation der Textilhersteller.
Knežević sagt, dass es 100.000 illegale Verkaufsstellen sowie zahlreiche private Betriebe in Serbien gibt, die die Bekleidung fertigen und auf dem Schwarzmarkt verkaufen.
- Nur in der Stadt Pančevo gibt es 280 solche Betriebe, die Baumwolle aus der Türkei einführen und keine Zoll dafür entrichten. Dazu kommen noch Kommissionsläden (sogar 7.000 in Belgrad), in denen jährlich Kleidungsstücke für fast 800 Mio. Euro verkauft werden. Der Staat verliert deshalb zwischen 500 und 600 Mio. Euro jedes Jahres - meint Knežević, ansonsten Eigentümer der Textilfabrik "Modus" in Pančevo.
Täglich werden Textilien im Wert von rund 5 Mio. Euro auf dem grauen Markt umgesetzt. Der jährliche Umsatz wird auf sogar 4 Mrd. Euro geschätzt. Analyse der zuständigen Inspektoren zeigen, dass 95% der Artikel in Boutiquen unbekannter Herkunft sind. Solche Situation bedroht alle Unternehmen in diesem Sektor, die ihre Geschäfte legal betreiben wollen.

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