Raiffeisen macht im ersten Halbjahr weniger Gewinn - Ergebnis vor Steuern auf 450 Mio. Euro leicht gesunken
Dienstag, 23.08.2016.
16:03
Die börsennotierte Raiffeisenbank International (RBI) hat im ersten Halbjahr 2016 trotz des Verkaufs der RBI-Anteile an Visa-Europe wie von Analysten erwartet weniger verdient als in der ersten Jahreshälfte 2015. Das Konzernergebnis ging von 276 Mio. Euro auf 210 Mio. Euro zurück, wie die RBI am Donnerstag ad hoc mitteilte. Das Ergebnis vor Steuern sank von 314 auf 268 Mio. Euro.
Auch der Zins- und der Provisionsüberschuss waren im ersten Halbjahr erwartet rückläufig. Der Zinsüberschuss ging um 13,4 Prozent auf 1,455 Mrd. Euro zurück, der Provisionsüberschuss um 3,4 Prozent auf 719 Mio. Euro. Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen wurden um ein Drittel auf 403 Mio. Euro reduziert.
Die verwalteten Kundenvermögen beliefen sich per 30. Juni auf 211,708 Milliarden Franken, was ein Anstieg von 1,4 Prozent bedeutete. Beinahe unverändert blieb der Geschäftsertrag mit 1,522 Mrd. Franken. Im für Raiffeisen wichtigen Zinsengeschäft erzielte die Bankengruppe in der ersten Jahreshälfte einen Zuwachs von 1,5 Prozent.
Beim Ausblick ist die Bank zurückhaltend. Sie geht nicht davon aus, das Rekordergebnis des Vorjahres wiederholen zu können. Als Gründe führt Raiffeisen Kosten wegen laufender Entwicklung am neuen Kernbankensystem auf. Auch könnte das Langfristzinsniveau nochmals sinken und sich damit der Druck auf die Zinsmarge weiter verschärfen.

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