Mercedes baut neues Pkw-Werk in Ungarn
Sonntag, 31.07.2016.
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Der deutsche Autohersteller Daimler baut ein zweites Werk im ungarischen Kecskemet. Rund eine Milliarde Euro sollte in diesen Produktionsstandort investiert werden. Die ungarische Regierung sicherte zur Unterstützung 12,9 Mrd. Forint (41,3 Mio. Euro) zu.
In dem neuen Werk werden Autos von Mercedes-Benz mit Front- und Heckantrieb vom Band rollen. Das neue Werk solle über einen Karosseriebau, eine Lackiererei, eine Montage und einen Industriepark verfügen. Gemäß den Industrie-4.0-Benchmark-Ansätzen ist eine wandelbare Fabrik geplant. Sie besteht aus vernetzten Produktionssystemen, einer durchgängig digitalen Prozesskette, der intelligenten Nutzung von Produktionsdaten und neuen Modellen der Kooperation von Mensch und Maschine. Damit wird es zukünftig möglich, die Fertigung noch flexibler und effizienter zu gestalten sowie ergonomische Arbeitsverbesserungen umzusetzen.
Durch die Investition entstünden rund 2.500 neue Arbeitsplätze am Standort und weitere Stellen bei Zulieferern in der Region und in deutschen Werken.
Die Standortentscheidung und die konkrete Umsetzung hängen laut Daimler noch von der Erfüllung verschiedener Rahmenbedingungen ab. Mit vorbereitenden Maßnahmen soll bereits heuer begonnen werden, der Produktionsstart sei zum Ende der Dekade geplant. In Kecskemet baut Mercedes-Benz bereits seit 2012 Autos. Im vergangenen Jahr rollten dort mehr als 180.000 Kompaktfahrzeuge vom Band. Dort beschäftigt der Konzern mehr als 4.000 Mitarbeiter.
Aktuell besteht das Mercedes-Benz Produktportfolio aus 32 Modellen. In naher Zukunft werden es rund 40 Modelle sein. Geplant ist außerdem die schrittweise Elektrifizierung aller Mercedes-Benz Pkw-Baureihen.
Daimler AG Stuttgart

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