UniCredit nimmt 1 Mrd. EUR durch Verkauf des Vermögens ein
Donnerstag, 14.07.2016.
15:38
Der neue UniCredit-Chef Jean-Pierre Mustier beschleunigt die geplanten Anteilsverkäufe. Nachdem sich UniCredit am Dienstag für 328 Millionen Euro von einer zehnprozentigen Beteiligung am Online-Broker Fineco getrennt hat, platzierte die Bank-Austria-Mutter über Nacht bei institutionellen Investoren ein zehnprozentiges Aktienpaket an der polnischen Bank Pekao. Dies bescherte UniCredit 749 Millionen Euro.
26 Millionen Pekao-Aktien wurden bei einer beschleunigten Platzierung veräußert, die bestimmten institutionellen Investoren vorbehalten war, teilte UniCredit mit. Die Mailänder Großbank ist damit weiter der stärkste Einzelaktionär und hält jetzt noch 40 Prozent an der polnischen Bank.
Mit dem Verkauf des Pekao-Anteils bezeuge UniCredit ihre Absicht, weiterhin ihre Kapitaldecke zu stärken, hieß es in einer Presseaussendung. Der seit Dienstag amtierende Mustier erklärte, er werde alle Bereiche des Unternehmens einer Überprüfung unterziehen. Es gehe um Kostensenkungen, um einen vorsichtigeren Umgang mit Risiken und um eine Optimierung des Kapitals.
Italiens Banken stöhnen unter einem 360 Milliarden Euro schweren Berg von faulen Krediten. Bankenaktien an der Mailänder Börse sind vor allem nach dem Brexit-Referendum stark unter Druck geraten.
UniCredit Bank Srbija a.d. Beograd

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