IWF lehnt Gehalts- und Rentenerhčhung ab - BIP-Wachstum von 2,5% und Inflation von 1,3% erwartet
Mittwoch, 22.06.2016.
02:49
Serbien erzielt weiterhin gute Ergebnisse durch Anwendung des vereinbarten Wirtschaftsprogramms. Serbiens Regierung macht große Fortschritte mit der Haushaltskonsolidierung, aber es gibt noch immer Herausforderungen, die man für die dauerhafte Verbesserung der Haushaltslage überwinden muss, um ein hohes Wirtschaftswachstum mittelfristig zu sichern, erklärte die Mission des Internationalen Währungsfonds (IWF).
Die IWF-Mission, die vom 9. bis 21. Juni zu Besuch in Belgrad wegen der Verhandlungen über die vierte und fünfte Revision eines Stand-by-Arrangements zwischen Serbien und dem IWF war, teilte mit, dass das Wirtschaftswachstum Serbien auf Investitionen und dem Wachstum von Nettoexporten beruht.
"Wir erwarten das reale BIP-Wachstum um 2,5% 2016, mit der Inflation bei 1,3%", heißt es in der Mitteilung des Fonds. Gute Haushaltsergebnisse aus dem 2015 hätten sich fortgesetzt und alle Ziele des Programms seien, wie vereinbart, bis Ende März realisiert worden, und die meisten seien besser als erwartet, teilte der IWF mit.
Wenn die Haushaltseinnahmen bis Ende des Jahres auf dem bisherigen Niveau bleiben und die Ausgaben rationelle realisiert werden, können wir mit einem Rückgang des Haushaltsdefizits auf rund 2,5% des BIP erwarten.
Wenn es um Herausforderungen geht, unterstreicht man, dass Serbien den Raum für notwendige öffentliche Investitionen und die Reservien für potenzielle Risiken schaffen muss, um die Stabilisierung und den nachhaltigen Rückgang der Staatsverschuldung zu sichern.
Serbien braucht eine kompromisslose Reform von Staatsunternehmen, einschließlich großer öffentlicher und Bergbauunternehmen, heißt es in der Mitteilung des Fonds. Man weist auch darauf hin, dass sich der Versuch, ineffiziente und nicht nachhaltige staatliche Unternehmen zu sanieren, als ein großer Fehler und sogar Hindernis für das Wirtschaftswachstum erwiesen habe, behauptet der Fonds.
Die einzige nachhaltige Weise für die Rettung von Arbeitsplätzen in staatlichen Unternehmen, ohne zusätzliche Belastung für Steuerzähler, ist ihre Restrukturierung, um ihnen Nachhaltigkeit auf einer gesunden kommerziellen Grundlage zu sichern.
Die Mission habe eine Einigung mit der Regierung Serbiens über notwendige Maßnahmen zum erfolgreichen Abschluss der vierten und fünften Revision des Arrangements erzielt. Das Abkommen sollte vom IWF-Vorstand am wahrscheinlichsten Ende August erörtert werden.
Gehälter und Renten dürfen in Serbien nicht erhoben werden
Jede Erhöhung müsse in Übereinstimmung mit den neuen Kritarien gebracht werden, erklärte der Finanzminister Serbiens Dušan Vujović. Bestehende Unterschiede sollten allmählich beseitigt werden. Ruf gab auch bekannt, dass die IWF-Mission sehr viel über den Energiesektor bzw. die Stromproduktion sowie über die notwendige Restrukturierung von EPS gesprochen.
Auf die Frage, was wird mit dem Strompreis geschehen, antwortete er nur, dass dieses Problem durch Verhandlungen zwischen der Regierung Serbiens und der Weltbank zu lösen sei. - Man sollte sich an regulierte Preise von Jahr zu Jahr gewöhnen. Das ist die Praxis in der Welt - so Ruf.
Der ständige IWF-Vertreter in Serbien, Daeheng King, erklärte, dass der Strompreis nur eines der Elemente der Geschäftstätigkeit der Elektrizitätswirtschaft Serbiens (EPS) darstellen. Noch mehr Aufmerksamkeit muss man Aktivitäten des öffentlichen Unternehmens schenken. - Wenn EPS Investitionen ohne Einsparungen erhöhen will, bedeutet das nur, dass die Rechnung jemand Anders zahlen muss - so Daeheng King.
Međunarodni monetarni fond-MMF Beograd

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