Deutsche Bahn plant selbstfahrende Züge ohne Lokführer
In einigen Jahren sollten die ersten Züge durchs Land rollen, ohne, dass ein Lokführer an der Spitze sitzt, kündigt die Deutsche Bahn an.
"Ich rechne damit, dass wir 2021, 2022 oder 2023 so weit sind, dass wir in Teilen unseres Netzes vollautomatisch fahren können", sagte Rüdiger Grube, Chef der Bahn. Bis es so weit ist, sind allerdings noch verschiedene Probleme zu lösen - nicht nur technischer Natur.
Der Konzern muss damit rechnen, dass ein entsprechender Umbau des Bahnbetriebs von den betroffenen Mitarbeitern nicht ohne Widerspruch hingenommen wird. Insbesondere die Gewerkschaft der Lokführer (GdL) hat zuletzt immerhin unter Beweis gestellt, dass ihre Mitglieder im Zweifelsfall bereit sind, hart für ihre Interessen zu kämpfen. Grube zeigte sich aber zuversichtlich, dass die Arbeitnehmervertreter letztlich dann doch die Pläne mittragen werden.
Technisch sind autonom betriebene Züge sicherlich einfacher umzusetzen, als entsprechende Autos. Immerhin fahren Züge ohnehin schon jetzt stets allein auf ihren Streckenabschnitten und dürfen erst in den nächsten Bereich einfahren, wenn dieser freigegeben ist.
Bei der Entwicklung der benötigten Technologien ist man dabei aber bereits über die theoretischen Grundlagen hinweg. "Die ersten Pilotprojekte laufen, ein Testfeld haben wir bei der Erzgebirgsbahn aufgebaut", erklärte Grube.
Deutsche Bahn AG Berlin

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