UniCredit-Chef Federico Ghizzoni tritt zurück
Die italienische Hypo-Vereinsbank-Mutter Unicredit wechselt ihren Chef aus: Der Vorstandsvorsitzende Federico Ghizzoni erklärte sich nach anhaltender Kritik zum Rücktritt bereit, wie das Institut nach einer Sondersitzung des Verwaltungsrates am Dienstag mitteilte.
Er werde aber noch solange die Geschäfte führen, bis ein Nachfolger gefunden sei.
Einem Insider zufolge will die Bank bei der nächsten Sitzung des Verwaltungsrats am 9. Juni einen neuen Chef ernennen.
Damit könnte auch der Weg für einen größeren Umbau des - gemessen an der Bilanzsumme - größten Geldhaus des Landes und eine milliardenschwere Kapitalerhöhung geebnet sein.
Der Verwaltungsrat und Ghizzoni seien übereingekommen, dass es Zeit für einen Wechsel sei, teilte Unicredit mit. Der Manager habe seine Bereitschaft für eine Auflösung seines Vertrages erklärt.
Ghizzoni wurde 2010 Chef der Großbank, zu der neben der Münchner Hypo-Vereinsbank (HVB) auch die Wiener Bank Austria gehört. Er steht seit geraumer Zeit unter Druck. Anteilseigner sind mit der Aktienkursentwicklung, der angespannten Kapitaldecke und der geringen Rentabilität des Instituts unzufrieden.
Zu den Kandidaten, die als Nachfolger im Gespräch sind, gehören Jean-Pierre Mustier, ein früherer Manager bei der französischen Großbank Societe Generale und bei Unicredit, sowie der Chef des Investmentbankings bei der Schweizer UBS, Andrea Orcel, Mediobanca -Chef Alberto Nagel und der Italien-Chef vom US-Institut Merrill Lynch, Marco Morelli.
UniCredit Group Milano

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