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BAJATOVIĆ: Serbien hat keine Alternative zu Russlands Gas

Quelle: Tanjug Mittwoch, 13.01.2016. 13:54
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Dušan Bajatović (Fotomc.rs)Dušan Bajatović

Das Projekt der Gaspipeline South Stream ist definitiv abgesagt, und wird keinesfalls nach dem ursprünglichen Plan gebaut, erklärte der Generaldirektor von "Srbijagas" Dušan Bajatović. Er glaubt aber auch, dass Serbien früher oder später Russlands Gas aus einer anderen Richtung einführen wird.

Serbien hat keine Alternative zu Russlands Gas, sagte Bajatović in einem Interview für N1.

Wir haben bereits 30 Mio. EUR in das Projekt South Stream investiert. Was damit geschehen wird, werden wir erst nach dem Start des "Tesla"-Projekts sehen, behauptet er.

Das Geld, das wir in das gemeinsame Projekt investiert und dabei das Risiko mit dem russischen Partner geteilt haben, werden wir nie zurückgewonnen, unterstreicht er und fügt hinzu, dass wir bereits vom Vertrag mit Russland profitieren. Das Energieabkommen mit diesem Land sollte, seiner Meinung nach, nicht überprüft werden.

- Wir würden einen solchen Vertrag nimmermehr abschließen. Wir können mit Gas tun, was wir wollen. So etwas wurde keinem anderen Land erlaubt - erklärte der Mann an der Spitze von "Srbijagas".

Er kündigte die Erweiterung der Kapazitäten des Untertage-Gasspeichers "Banatski Dvor", aber das sollte weder vom Staat, noch vom "Srbijagas" finanziert werden. Der Gasspeicher kann diese Kosten selbst decken.

- Es handelt sich um eine Art der Projektfinanzierung durch Kredite, und jeder wird ihn uns gern unter den günstigsten Bedingungen gewähren - erklärte Bajatović.

Gaspreise sollten nicht steigen, sagte er. Ob sie zurückgehen werden, hängt von mehreren Faktoren ab. Serbien gehört, ansonsten, zu Ländern mit den niedrigsten Gaspreisen, sagte er.

- Wenn man einen Preisrückgang ankündigt, wollen alle wissen wie viel. In den folgenden drei Jahren werden wir Gas für 50 USD kaufen. Wenn sich die Ölpreise wie bisher entwickeln, ist ein Preisrückgang auch bei Erdgas zu erwarten. Aber wir erwarten eine Stärkung des US-Doller, und das wird sich auf den Gaspreis auswirken, weil wir Erdgas mit US-Dollar bezahlen - erklärte Bajatović.

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