Leber-Hormon bremst unsere Vorliebe für Süßes und Alkohol
Das Leber-Hormon funktioniere über das Belohnungssystem im Gehirn und könne das Verlangen nach Süßigkeiten und Alkohol bei Säugetieren deutlich reduzieren, so die Mitteilung des University of Texas Southwestern Medical Center. Die Forscher hoffen mit ihren Ergebnissen einen Beitrag zu der Entwicklung von Medikamenten gegen Alkoholsucht und Übergewicht zu leisten. Wegen der einzigartigen Effekte von FGF21 werden bereits Formen des Proteins als mögliche Arzneimittel für die Behandlung von Fettsucht und Diabetes Typ 2 evaluiert, berichten Kliewer und Kollegen. Die aktuellen Erkenntnisse zeigen, dass die Anwendungsmöglichkeiten von Arzneien auf Basis des Leber-Hormons möglicherweise noch deutlich umfassender sind, als bislang angenommen.
Ein erhöhtes Niveau des Leber-Hormons führt laut Aussage der Forscher zu einer Reduktion der Dopamin-Konzentration in der Gehirnregion des Nucleus accumbens, wodurch das Belohnungssystem weniger stimuliert werde und die Vorliebe für Zucker und Alkohol schwinde. "Unsere Ergebnisse zeigen, dass FGF21 die Nährstoffvorlieben und andere vom Belohnungssystem abhängige Verhaltensweisen bei Menschen beeinflusst, und dass das Hormon möglicherweise verwendet werden könnte, um Alkoholismus zu behandeln", betont Prof. Dr. Kliewer. Allerdings seien weitere Studien notwendig, um die Auswirkungen von FGF21 auf die Vorliebe für Süßes und Alkohol und andere Belohnungsverhalten beim Menschen zu beurteilen.

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