NavMenu

Pertti Ikonen, Botschafter Finnlands in Belgrad - Durch Änderung des Ausschreibungsverfahrens zu neuen Investitionen in Serbien

Quelle: eKapija Dienstag, 03.11.2015. 01:34
Kommentare
Podeli

(Pertti Ikonen)

Serbien führt nach Finnland nur ein Drittel der Produkte aus, die aus diesem nordischen Land an Kunden in Serbien geliefert werden. Es gibt Raum für die Intensivierung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit, und finnische Unternehmen zeigen immer mehr Interesse an Investitionen in Serbien. Die PKC Group hat unlängst eine Investition in Smederevo realisiert, "Luvata" nimmt bald Produktion in Sremska Mitrovica auf, SISU verhandelt noch immer über die Übernahm von FAP in Priboj. Die Stadt Belgrad überlegt die mögliche öffentlich-private Partnerschaft mit dem Unternehmen "Kone" im Projekt zur Ersetzung von 7.200 alten Aufzügen in Belgrad.

Finnland fördert die Entwicklung des Unternehmertums in Serbien. Die Botschaft Finnlands hat einen Wettbewerb für serbische Start-ups finanziell unterstützt und aus diesem Anlass in der letzten Wochen eine Präsentation des Sieger,s Unternehmens "Neopix" in der Botschaft in Belgrad veranstaltet. Der serbische Sieger sollte am inernationale Wettbewerb "Slush 2015" in diesem Monaten in Helsinki teilnehmen.

Mit dem neuen Botschafter Finnlandsi n Belgrad, Pertti Ikonen, haben wir über die Möglichkeiten für die Zusammenarbeit zwischen zwei Länder und den Auftritt serbischer Unternehmen auf dem finnischen Markt besprochen.

eKapija: Sie haben das Amt des Botschafters in Serbien vor weniger als 2 Monaten übernommen, Was sind Ihre ersten Eindrücke?

- Serbien ist auf dem richtigen Weg zum EU-Beitritt. was der Gesellschaft viel positive Dynamik bringt. Man beschäftigt sich immer mehr mit der Zukunft, statt mit der Vergangenheit.

eKapija: Rund 60 Unternehmen aus Finnland sind bereits in Serbien tätig, was sind ihre Eindrücke vom Geschäftsumfeld in unserem Land?

- Ich erhalte regelmässig positive Kommentare finnischer Unternehmen über das Geschäftsumfeld in Serbien, aber sie beklagen auch manchmal, dass Ausschreibungen nicht im Einklang mit den EU-Normen sind.

eKapija: Wie sehen die Indikatoren des Handelsaustausches zwischen zwei Ländern 2014 und im ersten Halbjahr 2015 aus?

- Der Handelsaustausch zwischen unseren zwei Ländern ist ziemlich bescheiden, aber immer mehr Unternehmen aus Finnland zeigen Interesse für Investtionsmöglichkeiten in Serbien. Unsere Expore nach Serbien erreichten im Vorjahr den Wert von 34,5 Mio. EUR, und wir haben zugleich Waren im Wert von 13, Mio. EUR aus Serbien eingeführt.

eKapija: Seit kurzem wird immer mehr einfinnischer Investitionsboom in Serbien erwähnt. PKC ist unlängst in seine neue Fabrikhalle in Smederevo eingezogen und kündigte neue Arbeitsplätze für sebische Arbeiter an. Was hat Serbien zu einem positiven Investitionsstandort für finnische Investoren gemacht?

- Eine stabile Politik der Regierung, fokusiert auf die Anziehnung ausländischer Investitionen stellt einen sehr wichtigen Faktor da. Gleich dahinter ist die Rentabilität des Arbeitsmarktes in Serbien. Hier lassen sich problemlos gut ausgebildete und motivierte Arbeitskräfte finden. Das Investitionsprojekt von PKC sieht 1.500 Mitarbeiter bis Februar 2017 im Werk in Smederevo in der ersten Phase vor. Die Anzahl der Mitarbeiter hat Ende September 2015 850 erreicht.
eKapija:Wir haben gemerkt, dass finnische Investitionen meistens auf die Automobilindustrie fokusiert sind. Wo gibt es noch Raum für die Zusammenarbeit?

- Die Energiewirtschaft ist sehr wichtig und interessant. Finnische Unternehmen sind weltweit führende, wenn es um Lösungen für die Energiestabilität geht. Ich glaube auch im Bereich der Forstwirtschaft und Holzindustrie, sowie im Gesundheitwesen.

eKapija: SISU war einer der Hauptkandidaten für die Übernahme des Kfz-Herstellers FAP mit Sitz in Priboj, aber die Verhandlungen sind komplexer geworden. Gibt es Chancen für die Realisierung dieser Investition in Priboj?

- Es handelt sich um Verhandlungen zwischen SISU und der Regierung Serbien, und ich darf sie wirklich nicht kommentieren.

eKapija: Was Serbien unbedingt verändern muss, um mehr Investoren aus Finnland anzuziehen?

- Bestehende Ausschreibungsverfahren sollten verändert und an die inernationale Praxis angepasst werden, das ist die wichtigste Voraussetzung.

eKapija: Wie ist die Situation mit serbischen Unternehmen in Finnland. Was können Sie serbischen Unternehmen raten. Wie können sie in den finnischen Markt einsteigen.

- Ich empfehle Unternehmen aus Serbien, mit der Botschaft Serbiens in Helsinki enger zusammenzuarbeiten. Sie können auch direkten Kontakt mit Menschen hinter dem vom finnischen Außenministerium finanzierten Projekt "Finnpartnership" (www.finnpartnership.fi) aufnehmen. Sie können ihnen bei der Anknüpfung von Kontakten mit finnischen Unternehmen helfen.

Ivana Bezarević

Kommentare
Ihr Kommentar
Vollständige Informationen sind nur für gewerbliche Nutzer/Abonnenten verfügbar und es ist notwendig, sich einzuloggen.

Sie haben Ihr Passwort vergessen? Klicken Sie HIER

Für kostenfrei Probenutzung, klicken Sie HIER

Pratite na našem portalu vesti, tendere, investicione projekte, grantove i pravnu regulativu.
Registracija na eKapiji vam omogućava pristup potpunim informacijama i dnevnom biltenu
Naš dnevni ekonomski bilten će stizati na vašu mejl adresu krajem svakog radnog dana. Bilteni su personalizovani prema interesovanjima svakog korisnika zasebno, uz konsultacije sa našim ekspertima.