Kühne + Nagel steigert Gewinn um 6,7% in den ersten neun Monaten 2015
Freitag, 30.10.2015.
03:32
Basis des verbesserten Ergebnisses sind die See- und Luftfrachtaktivitäten. So konnte KN bei den US-Importverkehren aus Europa und Asien zulegen und damit die anhaltende Marktschwäche im Export von Asien nach Europa kompensieren, heißt es in dem heute früh vorgelegten Quartalsbericht. Dabei gelang es, die Rendite in diesem Geschäftsbereich deutlich zu verbessern: So stieg der Rohertrag pro TEU um 4,4 Prozent und das Verhältnis Ebit/Rohertrag von 30,2 auf 32,7 Prozent. Der Ebit stieg um 32 Mio. EUR oder 11,7 Prozent auf 306 Mio. EUR.
In Europa verlief das Wirtschaftswachstum langsamer als anderswo, und die Exporte aus Deutschland, der größten Volkswirtschaft in der Region, fielen im August so stark wie zuletzt 2009. Wegen der Abschwächung des internationalen Handels mit China verlagerte Kühne den Schwerpunkt seines Seefrachtgeschäfts weg von Exporten aus Asien und hin zum US- amerikanischen Importmarkt.
"Die konsequente Ausrichtung der Kühne + Nagel-Gruppe auf innovative Dienstleistungen und striktes Kostenmanagement ermöglichte in einem anspruchsvollen Marktumfeld diese Ergebnisentwicklung", wird Konzernchef Detlef Trefzger in der Mitteilung zitiert.
Im stagnierenden Luftfrachtmarkt indes konnte KN im Verlauf dieses Jahres um 5,1 Prozent zulegen - vor allem aufgrund einer zunehmenden Nachfrage nach spezialisierten Dienstleistungen aus den Branchen Automobil, Pharma, Luftfahrt und verderbliche Güter. Auch im Luftfrachtgeschäft steigert KN den Ebit um 11 Prozent auf knapp 185 Mio. EUR.
Die Aktie von Kühne + Nagel hat dieses Jahr 1,9 Prozent verloren - weniger als der Bloomberg Europe Transportation Index mit 19 Mitgliedern, der 5,1 Prozent abgab. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens liegt damit bei 16 Mrd. Franken.
Mit einem Ebit von umgerechnet rund 15,5 Mio. EUR ist der Landverkehr im Verlauf des Jahres ergebnismäßig stabil, während sich das Ebit in der Kontraktlogistik um 20 Prozent auf knapp 79 Mio . EUR verringert. Zwar habe es zahlreiche neue Vertragsabschlüsse gegeben, doch hätten die Restrukturierung von Spezialgeschäften in Großbritannien und negative Währungseffekte das Ergebnis belastet. Wechselkursschwankungen minderten den operativen Gewinn im Neun-Monats-Zeitraum um 7,9 Prozent, teilte Kühne + Nagel mit.
KÜHNE + NAGEL d.o.o. Beograd

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