Strukturreformen sind Schlüssel für weitere Entwicklung der Region
Donnerstag, 22.10.2015.
20:39

Die Geschwindigkeit ihrer Umsetzung stellt das größte Risiko für Serbien auf dem Weg des nachhaltigen Wachstums in den folgenden zwei-drei Jahren dar, sagte Vlahović.
- Die geerbte strukturelel Ineffizienz und die Tatsache, dass wir in diesem Bereich nicht viel verändert haben, stelen noch immer das größte Problem für unsere Volkswirtschaft und die ganze Region dar - wies Vlahović an der Eröffnung der Konferenz namens "Effizienz des EU-Beitritts und Verbesserung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit" hin.
Bis 2008 waren fast alle strukturellen Probleme Serbiens durh hohe Zuflüsse an ausländischen Direktinvestitionen verschleiert, so Vlahović.
Die internationale Wirtschaftskrise, die 2008 ausbrach, hat die Probleme unserer Volkswirtschaften schließlich bloßgelegt: die strukturelel Ineffizienz und die ungünstige wirtschaftliche Struktur der Region.
Die Regierung Serbiens hat, seiner Meinung nach, die erste Phase der Wirtschaftskrise nicht für die Vollendung der Strukturreformen genutzt, sondern das Heil in steigenden öffentlichen Verschuldung gesucht, um die öffentlichen Ausgaben zu finanzieren.
Er erinnerte daran, dass Serbien in diesem Jahr diese Praxis aufgegeben hat. Seine Haushaltskonsolidierung beruht zum ersten Mal auf sehr strengen Sparmaßnahmen, was zu erstaunlich guten fiskalischen Ergebnissen geführt hat.
- Unser Defizit ist heute zweimal geringer als 2014. Ohne Veränderung des Wechselkurses des Dollar zu Euro würde unsere Staatsschuld auf dem vorjährigen Niveau bleiben - so Vlahović.
Die Geschwindigkeit der Umsetzung der Strukturreformen wird das größte Risiko für Serbien auf dem Weg des nachhaltigen Wachstums in den folgenden zwei-drei Jahren sein, unterstrich er.
Für die Lösung von Systemproblemen, auf welche alle Länder in der Region stößen, reichen nationale Maßnahmen nicht, glaubt der Vorsitzende der Wirtschaftskammer Montenegro Velimir Mijušković. Wir brauchen, seiner Meinung nach, eine regionale Lösung. Nur auf diese Weise lässt sich die Wettbewerbsfähigkeit des Westbalkans verbessern.
- In Hinblich auf die institutionelle Instabilität, innere Schwächen, kommt uns die internationale Wettbewerbsfähigkeit als ein unerreichbares Ziel vor. Besonders problematisch ist die große Arbeitslosenquote in der Region, die 20% übersteigt. Bei Jugendlichen sind diese Zahlen noch schlechter - mehr als 45% - sagt er.
Die Region muss in der Zukunft das Hauptgewicht auf diese Frage legen, sagte Mijušković.
Wenn es um die makroökonomischen Indikatoren in Montenegro geht, erwartet er eine Wachstumsrate von 3,5% des BIP 2015 und die Teuerung von 0,3%. Die Staatsverschuldung nimmt zu und erreicht bereits 60% des BIP, die Arbeitslosenquote liegt bei 18%. Er wies auf den hohe Importüberschuss als folge der niedrigen Wettbewerbsfähigkeit der Wirtscahft hin.
- Für unser weiteres, langfristiges Wachstum, benötigen wir das Wachstum in der ganzen Region, weil das unsere Chancen verbessert - so Mijušković.

Izdanje Srbija
Serbia Edition
Izdanje BiH
Izdanje Crna Gora