Grenzübergang Batrovci geschlossen für Lkw-Verkehr, 10 km lange Schlange
Nachdem bereits sieben andere Grenzübergänge wegen des Flüchtlingsansturms von Zagreb geschlossen worden waren, wurde der gesamte Auto- und Lastwagenverkehr über diesen Grenzübergang umgeleitet.
Aufgrund der geschlossenen Grenzen entstehen inzwischen große wirtschaftliche Schäden. Da Serbien nicht im gewohnten Umfang Exporte durchführen könne und auch der Transitverkehr eingeschränkt sei, komme es zu Millionenausfällen, hatte der serbische Handelsminister Rasim Ljajic am Sonntag beklagt.
Serbiens Innenminister Nebojsa Stefanovic bezeichnete indes die Entscheidung der kroatischen Behörden, den einzigen offenen Grenzübergang zu Serbien, Bajakovo-Batrovci, ab Mitternacht für den Lkw-Verkehr zu schließen, als "nicht korrekt". Er erwarte, dass die Regierung in Zagreb sich für eine Lösung des Problems offen zeigen werde, sagte der Innenminister gegenüber dem staatlichen TV-Sender RTS.
Die serbischen Behörden seien nicht im Voraus über die Schließung des Grenzüberganges informiert worden. Auch habe Kroatien gezeigt, dass es die Krise nicht zu meistern wüsste, sagte der Minister. Stefanovic verwies auch auf die rasche Problemlösung mit Ungarn, das in der Vorwoche ebenfalls mehrere Grenzübergänge zu Serbien geschlossen hatte. Am Sonntag wurden die zwei Grenzübergänge bei Horgos zu Röszke erneut geöffnet. Montagfrüh habe es dort keine Flüchtlinge gegeben, berichtete der Sender.

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