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Das ist der dreckigste Gegenstand in Ihrem Haushalt

Quelle: Radio 021 Sonntag, 30.08.2015. 01:19
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Podeli

(FotoAfrica Studio/shutterstock.com)
Falls Sie es nicht ohnehin schon wussten: Der am meisten keimverseuchte Gegenstand in Ihrem Haushalt ist der ganz normale Küchenschwamm, sogar dreckiger als der Toilettensitz oder die Mülltonne. Mehr als 75 Prozent von ihnen enthielten im NSF-Test Kolibakterien.

- In der Küche spült so mancher tage- bis wochenlang mit demselben Schwamm. Dabei bieten Spülschwämme voll von Falten und Rissen ein ideales Klima für Bakterien. Innerhalb von Stunden können sich Millionen Keime darin sammeln. Man spült den Schwamm, um ihn zu reinigen, aber es wäre viel wirksamer, ihn zu desinfizieren - behauptet Dr. Philip Tierno, Mikrobiologie-Professer in New York und Autor des Buchs "Das geheime Leben der Krankheitskeime"

Das Problem bei den Schwämmen ist, dass wir alles mit ihnen aufwischen, sie nicht immer reinigen und dann die Feuchte drinbleibt: Das sind ideale Bedingungen für die Vermehrung von Keimen. Das ganzjährig warme Klima einer Küche ist es auch, das die Bakterien im feuchten Milieu des Spülschwammes wuchern lässt. Hinzu kommt, dass mit den Schwämmen meist Nahrungsmittel aufgewischt werden.

"Man nehme zum Beispiel Käse. Der enthält viel Fett, Zucker und Eiweiß und ist deshalb ein gutes Nahrungsmittel für Menschen, aber eben auch für Bakterien. Wischt man mit dem Schwamm Käsekrümel oder auch Ölspritzer auf und wäscht ihn anschließend nicht sehr gründlich aus, vermehren sich die Bakterien schnell", erklärten Experten.

Noch schlimmer sei es, wenn man rohes Fleisch schneidet und den Auftausaft aufwische. "Dieser blutige Saft ist ein ideales Nährmedium für Keime." Dann mutiert der Schwamm sozusagen zu einer Petrischale für gefährliche Bakterien wie Staphylococcus aureus, Salmonelle, Escherichia coli u.a. Sogar Obst und Gemüse sind nicht harmlos, weil sie oft Escherichia coli enthalten können.

Küchenschwämme soll man regelmäßig auszutauschen: "Am besten wechselt man ihn immer, wenn er schmutzig ist, sprich, wenn man Reste von Nahrungsmitteln oder Schmutz damit aufgewischt hat. Eine Faustregel ist: Wenn du etwas aufgewischt hast, das du nicht im Mund haben willst, wirf den Schwamm anschließend weg," raten die Experten.

Alternativ können die Schwämme natürlich auch gewaschen werden. Selbst bei stark von Bakterien besiedelten Geschirrtüchern und Spülschwämmen ist Waschen bei 60 Grad mit Vollwaschmittel völlig ausreichend. Dann sind die Schwämme desinfiziert.

Am besten legt man sich einen Vorrat an Schwämmchen zu, damit man sie regelmäßig austauschen und waschen kann. Die kosten ja nicht viel und das ist definitiv nicht die richtige Stelle, um Geld zu sparen.

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