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Donald Trupm, Geschäftsmann - Beweis, dass es keine schlechte Publizität gibt

Quelle: eKapija Freitag, 14.08.2015. 09:52
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Donald Trump (FotoYouTube/screenshot)Donald Trump

In Umfragen liegt er noch immer vorne, kein anderer bestimmt die Wahl für das Weiße Haus so sehr wie Donald Trump. 23 Prozent der Befragten wollen, dass der Immobilien-Mogul mit dem großen Mundwerk für die Republikaner ins Rennen um das Weiße Haus geht.

Zum Vergleich: Jeb Bush kommt nur auf 13 Prozent, Ben Carson auf elf Prozent.

Trotz der negativen Presse kommt Trump gut an und bekommt mit seinen radikalen Sprüchen mehr Schlagzeilen als die demokratische Kandidatin Hillary Clinton und sein Rivale Jeb Bush zusammen. Niemand sonst lockt so viele Amerikaner vor den Bildschirm.

Wer ist eigentlich dieser Donald Trump, der mit Föhnfrisur und steilen Thesen den Vorwahlkampf der Republikaner im US-Wahlkampf aufmischt?

Donald Trump (69) beherrscht nicht nur mit reißerischen Parolen die Schlagzeilen, sondern er zählt auch zu den bekanntesten Geschäftsleuten der USA. Ein politisches Amt bekleidete der Immobilienunternehmer noch nie, er gewann aber im Jahr 2000 immerhin die Vorwahlen in Kalifornien. Als Außenseiter im Politikbetrieb erlaubt er sich provokante Querschläge auf seine Gegner. Bei den Amerikanern ist er wegen seiner großspurigen Art sowie seiner blonden Föhnfrisur bekannt.

Donald Trump ist das dritte von fünf Kindern des Immobilienunternehmers Frederick Christ Trump Jr. und dessen Frau Mary MacLeod Trump. Seine Mutter stammt aus dem Dorf Tong auf der schottischen Isle of Lewis. Väterlicherseits waren Großvater Friedrich Drumpf (1869–1918) und Großmutter Elisabeth Christ (1880–1966) deutsche Einwanderer aus Kallstadt in der Pfalz.

Nach der High School studierte Trump Wirtschaftswissenschaft, 1964 bis 1966 an der Fordham University in New York und 1966 bis 1968 an der prestigeträchtigen Wharton School in Philadelphia, an der er seinen Bachelor-Abschluss machte.

Seine Karriere als Geschäftsmann begann Trump in einem Büro im New Yorker Stadtteil Brooklyn. Dort wickelte er Geschäfte der Baubranche mit seinem Vater ab, der als Sohn deutscher Einwanderer durch seine Immobilien in der Metropole am Hudson River zum Millionär wurde. Während der mit einem Bruder und zwei Schwestern aufwachsende Trump seinen Vater als Mentor beschreibt, lobt auch dieser den jungen Donald. Einige seiner besten Deals habe er mit seinem Sohn gemacht, sagte er. "Alles, was er anfasst, wird zu Gold."

1975 wird er Präsident der Trump Organization. Es folgen Investitionen in Hotels, in Casinos und im Central Park. Allein in New York City ließ er neben dem Hauptsitz seines Unternehmens, dem Trump Tower, den Trump World Tower errichten und das Trump Building umbauen; einen Trump International Hotel and Tower gibt es in Chicago, Las Vegas, New York und Toronto.

Neben den Einnahmen aus dem Betrieb von Geschäftshäusern setzte er auf Spielbanken und andere Freizeitgeschäfte hauptsächlich in Atlantic City (New Jersey), die in der Holdinggesellschaft Trump Entertainment Resorts verwaltet werden. Ab dem Ende der 1980er Jahre geriet das Unternehmen zunehmend in Schwierigkeiten, und Trump musste daraufhin unter anderem die Hälfte des Casinos Taj Mahal und des Plaza Hotels verkaufen. 2009 zog er sich aus dem Casinogeschäft vollständig zurück, verkauft aber für viele Projekte weiterhin Lizenzen seines zugkräftigen Namens. 1992 wurde auch die Fluggesellschaft Trump Shuttle verkauft. Trump betreibt 18 Golfplätze, unter anderem in Puerto Rico, Dubai, Irland und Schottland.

Sein Vermögen verdient der Geschäftsmann aber nicht nur mit Immobilien, sondern auch mit Übertragungsrechten an Miss-Wahlen sowie an der Reality-Fernsehserie "The Apprentice", mit Verkäufen seiner zahlreichen Biografien und mit eigenen Mode- und Möbelmarken. Nach eigenen Angaben zählt er außerdem zu den bestbezahlten Rednern der Welt: Für eine Ansprache in zwei australischen Städten erhielt er einst mehr als drei Millionen Dollar.

Trump gehört die Miss Universe Organization gemeinsam mit dem Medienunternehmen NBCUniversal (Stand: Juni 2015). Die Miss Universe Organization veranstaltet jährlich die Miss Universe-, Miss USA- und Miss Teen USA-Wettbewerbe. Trump wurde Anfang 2007 von Talkshow-Moderatorin Rosie O’Donnell kritisiert, da er einer der Miss-USA-Bewerberinnen, Tara Conner, zu viel durchgehen lassen würde.

1994 wirkte Donald Trump im Kinderfilm Die kleinen Superstrolche mit. In der Komödie Wer ist Mr. Cutty? hatte er einen kurzen Cameoauftritt.

Trump hat mehr als 15 Bücher unter seinem Namen veröffentlicht, die als Ratgeberliteratur über Verhandlungs- und Geschäftspraxis handeln. Sein Buch The Art of the Deal von 1987 stand 51 Wochen in der Bestsellerliste der New York Times und wurde bis zu einer Million Mal verkauft.

Seit 1999 verfügt er mit dem Trump Model Management über eine Modelagentur. Von Juni 2004 an kommentierte Donald Trump in der täglichen Radiosendung Trumped einige Jahre lang das Tagesgeschehen. Im Januar 2007 erhielt er einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame. Er hat nach eigenen Angaben über 7 Millionen Follower in sozialen Medien und tritt regelmäßig in der Fox News-Sendung Fox & Friends auf.

Mission Impossible - Donald Trump als US-Präsident

Politisch steht Trump als Zentrist zwischen Republikanern und Demokraten. Er pflegt Kontakt zu Politikern beider Lager.

Trumps politische Positionen lagen lange deutlich links des republikanischen Mainstreams; so hat er sich für eine allgemeine Krankenversicherung, für Steuererhöhungen und das Recht auf Abtreibung (Pro-Choice) eingesetzt, war ein Gegner des Irak-Krieges und bezeichnete den Demokraten Bill Clinton als erfolgreichen, den Republikaner George W. Bush aber als den schlechtesten aller US-Präsidenten.

Nachdem Trump 1988, 2000 (für die Reform Party) und 2004 eine Kandidatur als US-Präsident sowie 2006 und 2014 als Gouverneur von New York erwogen hatte,spielte er insbesondere vor der Präsidentschaftswahl 2012 öffentlich mit dem Gedanken, sich als Kandidat aufstellen zu lassen, bis er im Mai 2011 absagte. Einige Wochen zuvor hatte er Präsident Obama aufgefordert, seine Geburtsurkunde zu veröffentlichen, und stellte sich damit an die Spitze der verschwörungstheoretischen Birther-Bewegung, die Obamas Legitimität als Präsident anzweifelte.

Am 16. Juni 2015 kündigte er im Trump Tower in New York an, sich in der Primary der Republikaner als Kandidat für die US-Präsidentschaftswahl im November 2016 zu bewerben, womit er der zwölfte republikanische Kandidat in einem bereits großen und bisher favoritenlosen Bewerberfeld wurde. Trump versprach in seiner Rede zum Einstieg in den Wahlkampf, es – anders als die bisherige US-Politik – mit den weltweiten Wirtschaftsgroßmächten aufzunehmen, die Zuwanderung wirksam zu begrenzen und als erfolgreicher Geschäftsmann außerhalb der Washingtoner Machtzirkel zu agieren. Er fügte hinzu, er werde „der großartigste Arbeitsplatz-Präsident“ sein, "den Gott je erschaffen hat".

Fünf Kinder aus drei Ehen

Der in New York lebende 69-jährige Investor hat fünf Kinder aus drei Ehen. Seinen Spitznamen "The Donald" verpasste ihm seine erste Frau, das tschechische Model Ivana Zelnickova, von der er sich 1992 scheiden ließ. 1993 bis 1999 war Trump mit Marla Maples verheiratet, mit der er eine Tochter Tiffany hat. Seit 2005 ist Trump mit dem slowenischen Model Melania Knauss verheiratet. 2006 wurde ihr gemeinsamer Sohn Barron William geboren.

You’re fired!

Von November 2003 bis April 2004 lief in den USA die erste Staffel der Fernsehsendung The Apprentice (Der Auszubildende), in der Trump einen Mitarbeiter für sein Firmenkonglomerat suchte. Der Sieger erhielt einen Ein-Jahres-Vertrag für den von Trump so bezeichneten "dream job of a life time" mit einem Gehalt von 250.000 US-Dollar. In jeder Folge wurde einer der zu Beginn 16 Kandidaten gefeuert, nachdem diese in verschiedensten Gruppenaufgaben ihre kaufmännischen Führungstalente beweisen mussten. Trumps Catchphrase You’re fired (deutsch "Du bist gefeuert") wurde durch die Serie in amerikanischen Medien zum geflügelten Wort.

Die Sendung wurde durchschnittlich von 26 Millionen Zuschauern in den USA gesehen und entwickelte sich so für den ausstrahlenden Sender NBC unerwartet zum Quotenerfolg. Die medial intensiv begleitete Sendung brachte einen enormen Popularitätsgewinn für Trump. Nach Trumps umstrittenen Äußerungen als Präsidentschaftskandidat kündigte NBC im Juni 2015 an, dass Trump in Zukunft nicht mehr in der Sendung auftreten werde.

Reichtum

Seit seiner Eröffnung im Jahr 2001 ist der Trump Tower in Manhattan unweit des Central Park bis heute das Aushängeschild seines Imperiums, das Trump zufolge mehr als zehn Milliarden, nach Schätzungen des Magazins "Forbes" allerdings nur rund vier Millionen Dollar wert ist. .

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