Hubert Peugeot, stellvertretender Direktor von "Alstom" - Ich bin optimistisch in Bezug auf die U-Bahn in Belgrad
Donnerstag, 23.07.2015.
16:50
Alstom ist seit Jahren in Serbien präsent und in mehreren Bereichn erfolgreich verreten. Am häufigsten wird das Unternehmen in Nachrichten über die U-Bahn in Belgrad erwähnt. Das Unternehmen, das jede vierte Untergrundbahn in der Welt ausgestattet hat, könnten Züge und die elektrische Ausstattung auch für die U-Bahn in Belgrad liefern.
Wir begegneten Vertretern von Alstom auf ihrem hoch besuchten Messstand auf der Ausstellung "UITP World Congress and Exhibition", die im Juli dieses Jahres in Mailand stattfand. In einem Interview für "eKapija" erzählte Hubert Peugeot, stellvertretender Direktor von Alstom von Projekte des französischen Unternehmens in Evropa, von ihren Plänen für Serbien, vom Projekt der U-Bahn in Belgrad und vom Wiederaufbau und der Modernisierugn von Strecken in Serbien sowie davon, was den stärksten Eindruck auf ihn während des Besuchs in Serbien hinterließ.
eKapija: Was sind Ihre Eindrücke von der Fachmesse UITP Wordl Congress and Exibition in Mailand?
- Diese Veranstaltung ermöglicht uns, zahlreichen Kunden und Partnern zu begegnen. Jede zwei Jahre wird dieser wichtige Treffpunkt für alle in dieser Branche erneut aktiv.
eKapija: Auf welche Projekte von Alstom sind Sie besonders stolz?
- Das ist durchaus eine schwierige Frage, weil wir in vielen europäischen Ländern tätig waren. Frankreich, Italien, Deutschland, Großbritannien, Spanien u.a. sind sehr wichtig für die Geschichte von Alstom... Wir betreiben heute mehrere Fabriken und Unternehmen in einigen Ländern in Europa. Wir haben viele Referenzen im Bereich des Verkehrs, und entwickeln konstant neue Produkte. Wir sind vor allem auf den Stadtverkehr fokusiert, auf Projekte in Verbindung mit Straßenbahnen und U-Bahnen in einigen Ländern.
Wir sind stolz auf jedes einzelnes Projekt, weil wir bei jedem auf besondere, und von konkreten Umständen in einem Land abhängigen Forderungen eingehen müssen. Wir wollen wettbewerbsfähig für jedes Projekt sein, unabhängig davon wie umfangreich es ist, oder in welchem Land oder nach welchen Normen es zu realisieren ist.
Unsere TGV-Hochgeschwindigkeitszüge sind in Frankreich präsent. Wir waren auch sehr erfolgreich, wenn es um die Lieferungen von Straßenbahnen an Kunden in Großbritannien und Italien geht. Wir haben unsere Signalanlagen entlang der Strecken in Italien eingebaut und erledigen derzeit die gleiche Aufgabe in Rumänien und Serbien. Wir hoffen auf die erfolgreiche Realisierung dieses Projekts wie in Italien.
eKapija: Sie sind in Serbien für die Lieferung von Signalanalgen für die Strecke Belgrad–Pančevo verantwortlich.
- Ja, wir setzen dieses Projekt gemeinsam mit unserem Partner, der Russischen Staatsbahn, um, die von Serbien für die Modernisierugn der Eisenbahnnetzes engagiert sind. Alstom wird hier sein elektronisches Kontroll- und Signalsystem implementieren. Es handelt sich nur im die erste Phase. Uns erwartet die Realisierung der zweiten Phase entlang der anderen Strecke im nächsten Jahr.
eKapija: Die neueste Generation der Ultra-Hochgeschwindigkeitszüge von Alstom AGV (Automotrice à Grande Vitesse ) wurde beretis in Italien eingesetzt. Sind diese Züge auch für Südosteuropa vorgesehen?
- Unsere AGV-Triebwagenzüge haben derzeit einen sehr beschränkten Markt. Wir sind aber bereit sie zu liefern, überall wo es möglich ist. In Europa gibt es zwei Arten von Ländern - jene mit der optimalen Geschwindigkeit der Züge auf 250 km pro Stunde und andere mit Strecken, wo sich nur eine geringe Geschwindigkeit entwickeln lässt. Hochgeschwindigkeitszüge haben viele Vorteile, insbesondere in Ländern mit großen Entfernungen zwischen den Städten von mindestens 150 km. Diese Modelle eignen sich deshalb für Italien, Schweden und die Schweiz.
eKapija: Hatten Sie die Gelegenheit mit der Serbischen Bahn zu fahren? Wie finden Sie die Strecken in Serbien?
- Ich war in Serbien zwischen 2007 und 2009 und hatte nur einmal die Gelegenheit aus Zagreb nach Belgrad mit dem Zug zu fahren. Der Bahnverkehr verbessert sich Schritt für Schritt. Ich denek, dass dank den europäischen Fonds man immer mehr in Projekte für die Eisenbahn investiert. Der Bahnverkehr wird sich deshalb sicher verbessern. Das ist eine gute Nachricht, weil Serbien eine strategisch wichtige Lage in Europa hat. Es lohnt sich in die Modernisierung der Eisenbahn zu investieren, die Serbien mit Slowenien, Kroatien und Griechenland verbinden wird.
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- Natürlich, ihr sollt sie nur kaufen. Wir haben moderne Züge im Angebot. Wie ich schon gesagt habe, hat Serbien einen strategischen Platz in Europa und muss deshalb seine Infrastruktur modernisierung, und erst dann neue Züge erwerben.
eKapija: Alstom hat mit der Stadt Belgrad noch 2011 ein Verständnismemorandum unterzeichnet, das Regierungschefs Frankreichs und Serbiens im Vorjahr erneut unterschrieben haben. Es war die Rede von der Teilnahme von Alstom an der Realisierung des Projekts der U-Bahn in Belgrad. Wie weit sind diese Verhandlungen fortgeschritten? Was hat Alstom zuletzt mit der Stadt Belgrad und der Regierung Serbiens vereinbart?
- Unsere Erfahrungen mit Belgrad zeigen, dass es immer wichtig ist, die zweifache Unterstützung für Projekte im Bereich des Verkehrs zu bekommen: von der Stadtverwaltung und der Regierung Serbiens. Vor der Realisierung des Projekts muss man seine Finanzierung sichern. Für die Umsetzung de Projekts braucht man Zeit. Das bereits gebildete Konsortium ist bereit. Frankreich sollte die Finanzierung sichern. Die Stadt Belgrad muss die Trasse für die erste U-Bahn-Linie bestimmen. Ich bin sehr optimistisch in Bezug auf diese Frage und erwarte, dass die Europäische Kommission große Projekte in Serbien unterstützt.
eKapija: Was hat den stärksten Eindruck auf Sie in Serbien hinterlassen?
- Es war sehr schön, Serbien zu besuchen. Ich mag die Stimmung in Belgrad. Besonders begeistert war ich vom Blick von Kalemegdan auf die Mündung der Save in die Donau.
eKapija: Wann werden Sie Serbien wieder besuchen?
- Sobald wir den Vertrag über die U-Bahn unterzeichnen. Ich werde am Tag danach kommen - sagte Hubert Peugeot uns lächelnd am Ende des Interviews.
Suzana Obradović
Predstavništvo Alstom Holdings Beograd
Alstom-Transport SA, Saint Quen, France
RŽD International
The International Association of Public Transport Belgium

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