Russland verlängert Lebensmitte-Embargo gegen den Westen
Donnerstag, 25.06.2015.
15:04
Als Reaktion auf die Verlängerung der EU-Sanktionen hat die russische Regierung eine Verlängerung der Gegensanktionen beschlossen. Das Kabinett legte am Montag Präsident Wladimir Putin eine Rechtsverordnung zur Unterzeichnung vor, die den Importstopp für Lebensmittel aus westlichen Staaten verlängert.
"Das Dokument wurde in der Präsidialverwaltung eingebracht", bestätigte Regierungssprecherin Natalja Timakowa. Die schwarze Liste bleibe weitgehend unverändert. Ausgenommen seien nur Biomaterial, Fischbrut und Larven für Austernzucht.
Die EU hat am Montag die Wirtschaftssanktionen gegen Russland bis zum 31. Januar 2016 verlängert. Daraufhin versprach der russische Regierungschef Dmitri Medwedew, das Kabinett werde dem Präsidenten umgehend eine Verlängerung der Gegensanktionen vorschlagen.
In der Ukraine-Krise hatte die EU im vergangenen Jahr – auf Drängen der USA — in vier Etappen politische und wirtschaftliche Sanktionen gegen Russland verhängt. Nach dem dritten Sanktionspaket konterte Russland im August mit einem Einfuhrverbot für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel aus der EU, den USA, Kanada, Australien und Norwegen. Unter das Embargo fielen unter anderem Rind-, Schweine- und Geflügelfleisch, Meeresprodukte, Obst, Gemüse, Käse und einige andere Milcherzeugnisse sowie Nüsse.
Vlada Ruske Federacije

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