Holcim-Aktionäre stimmen der Fusion mit Lafarge
Sonntag, 10.05.2015.
01:27
Die Aktionäre des Zementkonzerns Holcim sprechen sich klar für die Fusion des Unternehmens mit dem französischen Konkurrenten Lafarge aus.
An einer ausserordentlichen Generalversammlung in der Messe Zürich stimmten die Holcim-Aktionäre mit einem Ja-Anteil von 94% der Kapitalerhöhung zu, mit der die Transaktion finanziert werden soll. Die Aktionäre legten damit das Fundament für die Fusion der weltgrössten Zementkonzerne. Der Anteil an Nein-Stimmen betrug lediglich 6%. Insgesamt waren 738 Aktionäre waren bei der Abstimmung anwesend. Sie vertraten 72% der ausgegebenen Aktien.
Mit dem Ja zur Kapitalerhöhung sei die wichtigste Hürde auf dem Weg zur Fusion genommen, sagte ein sichtlich erleichterter Holcim-Verwaltungsratspräsident Wolfang Reitzle. "Ich bin jetzt ein bisschen ergriffen, das gebe ich zu", erklärte er. Die Gegner der Fusion mit dem französischen Konzern Lafarge wolle er durch gute Leistung überzeugen.
Die nächste entscheidende Hürde für den Zusammenschluss ist jetzt ein Erfolg des Umtauschangebotes in Frankreich. Die Lafarge-Aktionäre müssen das laut Holcim-Angaben im Juni zu eröffnende Umtauschangebot mit mindestens einer Zweidrittelmehrheit annehmen, damit die Transaktion zustande kommt. Die Lafarge-Aktionäre sollen für 10 eigene Titel insgesamt 9 Aktien von LafargeHolcim erhalten. Die Zustimmung gilt als wahrscheinlich.
Beim dritten Traktandum, der Statutenänderung, beantragte Kleinaktionär Hermann Struchen, dass der Name der neuen Firma nicht LafargeHolcim, sondern HolcimLafarge heissen solle. Schliesslich habe Holcim ja höhere Anteile und H komme vor L im Alphabet. Applaus quittierte sein Votum. In der Abstimmung wurde der Antrag abgelehnt.
Die Aktionäre blieben bei sämtlichen Traktanden auf der Linie des Verwaltungsrates. So hiessen sie auch die Nomination von Bruno Lafont und sechs weiteren neuen Verwaltungsräten vonseiten Lafarges für das neue Gremium gut.
Moravacem d.o.o. Popovac
Holcim Srbija doo Beočin
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