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Serbien auf 76. Platz unter 132 Ländern aufgrund des Konjunkturrisikos

Quelle: eKapija Mittwoch, 29.04.2015. 16:31
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Die Bonitätsfirma "Dun and Bradstreet" (D&B) hat Serbien auf den 76. Platz unter insgesamt 132 bewertete Ländern weltweit aufgrund des Konjunkturrisikos eingestuft.

Serbien wurde mit dem Rating DB5 bewertet. Das bedeutet, dass Unternehmen mit erheblicher Unsicherheit hinsichtlich zu erwartenden Erträge rechnen müssen. Ihnen wird deshalb geraten, ihre Belastung zu begrenzen und/oder nur ertragshohe Transaktionen zu fokussieren, teilte D&B im Bericht für April mit.

- Die Gefahr von Streiks und Demonstrationen wird in der nächsten Zeit zunehmen, parallel zur Reduzierugn der Haushaltsausgaben seitens der Regierung Serbiens, neuen Kšndigungen im öffentlichen Sektor und Privatisierung von Staatsunternehmen - erklären die Analytiger von D&B im erwähnten Bericht. Serbien gehört deshalb zu Ländern mit dem hohen Konjunkturrisiko.

Serbien belegt den 14. Platz in der Region Osteuropa. An der Spitze dieser Liste sind die Slowakei und Estland, und am Ende Weißrussland, Kirgistan und Tadschikistan.

Bessere Ratings als Serbien haben Slowenien und Kroatien (die den 7. und 8. Platz teilen, mit dem Rating DB3). Ihnen folgen Bulgarien, Mazedonien, Rumänien, Albanien und Ungarn. Schlechtere Ratings als Serbien hat nur Bosnien-Herzegowina (DB6).

Zur Gruppe DB5 gehören in Evropa auch Griechenland, Zypern, Kasachstan, Aserbaidschan und Georgien, behauptet D&B.

Die Bonitätsfirma sieht einen kleinen BIP-Rückgang in Serbien in diesem Jahr von 0,2% vor. 2016 wird aber ein Anstieg von 1,1% und 2017 von 2% erwartet. Die Prognosen für 2018 sind viel besser: eine BIP-Erhöhung von 3,1% 2018 und soga um 3,7% 2019.

Viel optimistischer sehen die Prognosen für den Arbeitsmarkt, auf dem ein Rückgang der Arbeitslosenzahlen auf 23% im Vorjahr registriert wurde. In diesem Jahr wird die Fortsetzung des positiven Trends und der Rückgang auf 22,5% erwartet, und auf sogar 17% 2019.

Unternehmen wird empfohlen, Risiko zu begrenzen, indem sie nur Transaktionen mit voraussichtlich hohen Ausbeuten wählen.

Die Ratings von D&B weisen auf Risiken im Geschäftsumfeld in jedem konkreten Land. Die Stabilität des Ratings Serbiens zeigt, dass sich das Gesamtrisiko nicht verändert hat, obwohl es noch immer einige kleiere Risiken gibt.

Deutschland, Norwegen und Schweden sind weiterhin an der Spitze der Liste im Aprilbericht 2015, während Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien, Jemen und Simbabwe auf dem unteren Ende der Liste verbleiben.

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