VUČKOVIĆ: Ohne Dividendeneinnahmen im Rest des Jahres
Mittwoch, 08.04.2015.
16:41
Öffentliche Unternehmen wurden im Januar dieses Jahres ziemlich agressiv zur Dividendenausschüttung gezwungen, aber der Staat kann im Rest des Jahres nicht mehr mit dieser Einnahmenquelle rechnen, gab heute Vladimir Vučković, Newsletter-Redaktuer beim Magazin "Makroekonomske analize i trendovi" (Makroökonomische Analysen und Trends).
Beteiligungserträge von der Telekom Srbija und dem Flughafen "Nikola Tesla" erreichten ca. 8 Mrd. Dinar in den ersten drei Monaten dieses Jahres. Von der 4G-Lizenz wurden weitere 2,5 Mrd. Dinar einkassiert.
- Der Staat hat im Januar dieses Jahres Dividenden der öffentlichen Unternehmen einkassiert und dabei seinen Jahresplan fast völlig realisiert. Bis Ende des Jahres kann man, wahrscheinlich, nicht mehr mit diesen Erträgen rechnen - so Vučković.
Auf die Frage, ob der Staat den Profit der öffentlichen Unternehmen an sich nehmen sollte, weil er dadurch ihre Investitiosnmöglichkeiten beschränkt, antwortete er, dass diese Unternehmen einen Teil des Profits reinvestieren müssen, um nachhaltig zu bleiben.
- Öffentliche Unternehmen sollten deshalb den Appetit des Staates reduzieren - sagte Vučković, Mitglied des Haushaltsrats.
Miladin Kovačević, Mitarbeiter von MAT, erinnert an zahlreiche Missbräuche, wenn es um den Profit der öffentlichen Unternehmen geht.
- Gewinne wurden früher verbraucht, sogar vor der Veröffentlichung von Jahresabschlüssen und ohne Bewilligung der Exekutivausschüsse. Es geschah nicht selten, dass man oft kein Geld für die Dividendenausschüttung hatte. Öffentliche Unternehmen müssen sich das Geld vom Staat leihen oder sich bei den Banken verschulden, um Investitionen zu finanzieren. Die Einzahlung der Dividenden in den Staatshaushalt ist deshalb eine logische Forderung - meint Kovačević.

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