Olivenbäume in Italien bedroht
Freitag, 27.03.2015.
11:11
Die Folgen der Epidemie sind bereits stark spürbar. Der italienische Staat lässt in Apulien eine Million alte Bäume fällen, die von der Bakterie aus Amerika befallen wurden. Das ist eine starke Belastung für die süditalienische Adria-Region, in der tausende Familien vom Olivenanbau leben.
Die Existenz vieler süditalienischer Olivenbauern ist bedroht. Bisher gibt es kein Heilmittel gegen den gefährlichen Krankheitserreger. Deshalb forderte die Europäische Kommission bereits vor Wochen die Abholzung aller befallenen Bäume.
Das Bakterium Xylella fastidiosa verursacht unter anderem die Pierce-Krankheit an Rebstöcken und Zitrusfrüchten. Dabei verfärben sich die Blätter braun und es werden nur noch kleine harte Früchte gebildet. Letztlich sterben die Pflanzen ab.
Laut Coldiretti habe Italien die Pflicht, mit allen Mitteln die apulischen Olivenbäume zu verteidigen; nicht nur weil die Bäume eine ein wichtiger Beitrag der italienischen Küche liefert, sondern auch weil die Haine in Apulien eine jahrhundertealte Kulturlandschaft bildeten. Diese einzigartige Landschaft sei heute das wichtigste Element der Differenzierung der italienischen Produkte und traditioneller Gerichte im Vergleich zu anderen Gebieten des Mittelmeers, wo ebenfalls Olivenbäume wüchsen.

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