TODORIĆ: Das Geld reicht, es fehlt an Programmen
Montag, 02.02.2015.
16:51
(Ivica Todorić)
Der Inhaber des kroatischen Lebensmittelkonzerns "Agrokor" Ivica Todorić ist nicht der Meinung, dass Unternehmen das Geld für Investitionen in die Entwicklung fehle. Es fehle vor allem an Entwicklungsprogrammen, glaubt er.
- Nein, es gibt viel Geld in der Welt, sogar derzeit, während der Krise - sagte er in einem Interview für das slowenische Magazin "Finanze".
Es gebe keine guten Entwicklungsprogramme, unterstreicht er.
- Ich lade die ganze Region ein, Kontaktieren Sie uns und wir werden Ihnen helfen, aber das geht nicht ohne Programme. Das Geld war nie Problem. Das Problem ist Wissen. Unsere Ziele sind die sozial verantwortliche Unternehmensführung, die Förderung des Humankapitals und das Wissen. Wir sind nicht geldgierig, und dass istunser Erfolgsgeheimnis - so Todorić.
Nach der Übernahme der Einzelhandelskette "Mercator" habe er keinen der slowenischen Zulieferer gekündigt, sondern auch neuen mehr Verkaufsraum zur Verfügung gestellt, unterstreicht Todorić.Er bestreitet die Vorwürfe, die in der Öffentlichkeit erschienen, dass Lieferanten "Agrokor" 10% des Einzelhandelspreise überlassen müssen, wenn sie ihre Produkte in der Region verkaufen möchten.
- Es ist verboten, 10% der Handelsspanne zu fordern. Wir sind Teil der Europäischen Union, unsere Rechtsanwälte sind oft in Brüssel und wir müssen die Regeln einhalten - sagt er.
- Wir möchten Lieferanten, die sich selbst verbessern können. Das ist der einzige Grund für den Druck. Sie müssen begreifen, es ist besser, dass man statt tausend 200 Artikel hat, aber solche, die sich auch auf anderen Märkten wie z.B. in Österreich verkaufen lassen - unterstreicht er.
Vorjährige Betriebsergebnisse seine, laut seinen Worten, im Rahme des Geschäftsplan. Er glaubt, dass Agrokor wettbewerbsfähiger als Lidl und Hofer auf dem kroatischen sein kann.
- Unser größter Vorteil ist die Tatsache, dass wir diese Umgebung viel besser als sie kennen. Lidl und Hofer können Agrokor nicht besiegen. Sogar mit unseren Lebensmitteln, Speiseeis, Wasser können wir in Konkurrenz mit den weltweit größten Unternehmen treten. Schon 20 Jahre können sie unseren Marktanteil um keinen einzigen Prozent verringern. Wir haben unsere Beteiligung sogar erweitert. Wir können nicht sagen, dass wir besser als Nestle sind, aber wir sind auf der lokalen Ebene viel erfolgreicher - erzählte Todorić in Interview für "Finance".
Fortenova grupa d.d.
Poslovni sistem Mercator d.d. Ljubljana
Lidl Stiftung & Co. KG
Nestlé S.A.

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