Lavazza will Marken von Mondelez und Master Blenders für 600 Mio. EUR übernehmen
Der italienische Kaffeeröster Lavazza will Finanzkreisen zufolge im Nachbarland Frankreich zukaufen.
Lavazza zeigt Interesse für die französischen Kaffeemarken "L'Or" und "Grand Mere", sagten mehrere mit den Plänen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Auch die israelische Strauss Group und die Finanzinvestoren BC Partners, Cinven, CD&R und PAI Partners haben laut Insidern Berater angeheuert, um um die beiden Marken mitzubieten.
"L'Or" und "Grand Mere" sollen Anfang 2015 verkauft werden, um die Zusammenlegung des Kaffee-Geschäfts des US-Nahrungsmittelriesen Mondelez mit der niederländischen D.E Master Blenders zu erleichtern.
Die beiden Marken könnten Finanzkreisen zufolge 400 bis 500 Millionen Euro einbringen. Als wertvollere Marke gilt "L'Or" - die Kaffeekapseln machen Nespresso (Nestle) Konkurrenz.
Lavazza, nach dem Umsatz derzeit die Nummer sieben auf dem weltweiten Kaffeemarkt, will in zehn Jahren deutlich größer werden, um nicht Gefahr zu laufen, selbst geschluckt zu werden. Das 1895 gegründete Familienunternehmen hatte im vergangenen Jahr 1,34 Milliarden Euro umgesetzt.
Hinter der rund fünf Milliarden Dollar schweren Übernahme des Kaffeegeschäfts von Mondelez durch D.E Master Blenders steckt die deutsche Industriellenfamilie Reimann, die damit ihr in den vergangenen Jahren unter dem Dach von Blenders zusammengekauftes Kaffeegeschäft weiter ausbauen und Marktführer Nestle die Stirn bieten will. Zu D.E Master Blenders gehört unter anderem die Marke "Senseo", Mondelez gehören "Jacobs" und "Tassimo". Der neue Konzern soll Jacobs Douwe Egberts heißen.

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