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Holcim muss sein Geschäft in Serbien verkaufen - EU-Kommission gibt grünes Licht für Fusion mit Lafarge

Quelle: Tanjug Dienstag, 23.12.2014. 15:24
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Die Europäische Kommission hat der Fusion der Baustoffkonzerne Holcim und Lafarge unter Auflagen zugestimmt. Die Unternehmen müssen die geplanten Devestitionen in einer Reihe von Ländern abwickeln, bevor die Kommission der Fusion endgültig zustimmt. Ebenso müssen die Käufer der Geschäftseinheiten die Genehmigung der EU erhalten.

Die Kommission habe die Auswirkungen der geplanten Fusion auf den Wettbewerb in Europa sehr genau geprüft, heisst es in dem Communiqué der Kommission am Montagabend. Die Verpflichtungen, welche die beiden Unternehmen abgegeben hätten, haben die Bedenken der Kommission angesprochen. Sie verpflichten sich, ihre Aktivitäten dort zu verkaufen, wo es Überschneidungen gebe.

Nach Gesprächen mit der Europäischen Kommission vor der Anmeldung der Fusion und während der Phase I der Untersuchung haben Holcim und Lafarge nun ihre Liste der Veräusserungen in Europa finalisiert. Diese entspreche, abgesehen von einer sehr geringen Veränderung in Frankreich, im Wesentlichen der im Oktober präsentierten Liste, schreiben Holcim und Lafarge in einer gemeinsamen Medienmitteilung.

"Wir sind sehr zufrieden mit der positiven Entscheidung der Europäischen Kommission", heisst es in einem gemeinsamen Statement von Wolfgang Reitzle, designierter Präsident des Verwaltungsrates und Bruno Lafont, designierter CEO des zukünftigen gemeinsamen Unternehmens. "Die Entscheidung zeigt die Qualität der vorbereitenden Arbeit unserer beiden Teams auf dem Weg, das fortschrittlichste Unternehmen unserer Industrie zu schaffen. Mit dieser Entscheidung sind wir weiterhin auf einem guten Weg zu einem Abschluss der Fusion im ersten Halbjahr 2015", so die beiden Manager weiter.

Zum Stand des Verkaufsprozesses meldet Holcim indes keine weiteren Einzelheiten. Lafarge und Holcim würden ihre Gespräche zum Verkauf der Aktiven mit potentiellen Käufern fortsetzten, die von der Europäischen Kommission vorab genehmigt werden müssen. Die Veräusserungen stehen unter dem Vorbehalt des Abschlusses der Fusion, einschliesslich eines erfolgreichen öffentlichen Tauschangebotes und der Genehmigung durch die Aktionäre von Holcim im zweiten Quartal 2015, heisst es hierzu bei Holcim.

Der aktualisierten Devestitionsliste zufolge wird sich Holcim in Europa von seinen Aktiven in Frankreich trennen. Ausgenommen sind das Zementwerk Altkirch und die Zuschlagsstoff- und Transportbetonstandorte in der Region Haut-Rhin. Zudem werden die Geschäfte in Ungarn, Serbien und der Slowakei zum Verkauf gestellt.

Lafarge trennt sich in Europa vom Geschäft in Deutschland, Rumänien und in Grossbritannien von Lafarge Tarmacs. Hier wird am Zementwerk Cauldon und verbundenen Aktiven jedoch festgehalten. In Frankreich steht ein Mahlwerk in Saint-Nazaire sowie Lafarges Aktiven auf La Réunion zum Verkauf, mit Ausnahme der Beteiligung an Ciments de Bourbon.

Ausserhalb Europas verkauft Holcim die Aktiven in Kanada und Mauritius. Auf den Philippinen werden eine Reihe von Beteiligungen verkauft. In Brasilien stehen von Holcim und Lafarge drei integrierte Zementwerke, zwei Mahlwerke sowie Transportbetonwerke zum Verkauf.

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