Verkauf der Hypo-Balkanbanken an Advent vorerst geplatzt
Sonntag, 30.11.2014.
22:31
Der Verkauf der Balkanbanken der ehemaligen Hypo Alpe Adria an US-Fonds Advent ist fürs Erste einmal geplatzt. Der potenzielle Käufer, mit dem exklusiv verhandelt wurde, ließ am Donnerstag um 23.59 Uhr eine Frist verstreichen - mit dem Effekt, dass es keinen Kaufvertrag gibt. Das wurde am Freitag bekannt.
Advent wird das Angebot für die Hypo-Balkansparte jedenfalls aufrecht halten, sagte ein Sprecher. Der Verkaufsprozess wird aber unter etwas neuen Voraussetzungen fortgeführt. Bisher hat die Heta (Ex-Hypo) den seit 2012 laufenden und von der Deutschen Bank und der Wiener Anwaltskanzlei Schönherr begleiteten Verkaufsprozess geführt, nun wird das die staatliche Bankenholding Fimbag tun.
Der Fimbag gehört die Südosteuropa-Holding (SEE) seit Ende Oktober. Sie hat der Heta eine Verkaufserlaubnis für die SEE-Holding ausgestellt, die eben am Freitag auslief. Verhandelt wird künftig wieder mit allen Bietern, die nicht aus dem Verkaufsprozess ausgeschieden wurden.
Das sind aber nicht viele: neben Advent, der nun auch keinen Exklusivitätsstatus mehr hat, das bulgarisch-russische Konsortium Via-Group mit russischer VTB Bank. Sie haben den Verkaufsprozess kritisiert und eine Beschwerde bei der EU angedroht - aber nicht abgeschickt. Die EU prüft, ob Verkaufsverfahren transparent, offen, fair laufen.

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