Ungarn beginnt nächstes Jahr mit dem Bau von South Stream
Ungarn hält trotz aller Kritik der EU-Kommission und der USA am Bau der Erdgasleitung South Stream fest, die russisches Erdgas unter Umgehung der Ukraine nach Europa bringen soll. Das Land werde im nächsten Jahr mit dem Bau seines Abschnitts der Pipeline beginnen, sagte der Staatssekretär für Energiefragen, Andras Aradszki, am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters.
Ungarn sieht für sich jedoch keine Alternative, da das vom Westen unterstützte Projekt der Nabucco-Leitung, die Gas aus Aserbaidschan nach Europa bringen soll, gescheitert sei. Außerdem komme der Bau von Verbindungsleitungen in Osteuropa auch nicht voran, sagte Aradszki. "Angesichts dessen und der Lage in der Ukraine müssen wir handeln", fügte er hinzu.
Ungarn, das den größten Teil seines Erdgasbedarfs aus Russland deckt, will South Stream bis 2017 fertigstellen. Unterstützt wird das Projekt auch von Österreich, Slowenien und Bulgarien.

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