In seinem neusten „Die Zukunft der Arbeitsplätze“,-Bericht skizziert das WEF, welche Fähigkeiten jetzt entscheidend sind und welche in den kommenden Jahren entscheidend sein werden. Der Bericht basiert auf einer Befragung von 803 Unternehmen in 27 Industrieclustern in 45 verschiedenen Volkswirtschaften.
Analytisches und kreatives Denkvermögen stehen ganz oben auf der Liste, wenn gefragt wird, was Unternehmen derzeit am meisten von Arbeitnehmern erwarten. Selbstwirksamkeitskompetenzen wie Resilienz, Flexibilität und Mobilität, Motivation und Selbstbewusstsein, Neugier und Engagement für lebenslanges Lernen runden die Top 5 ab.
Dies "erkennt die Bedeutung der Arbeitnehmerfähigkeit an, sich an gestörte Arbeitsmarktbedingungen anzupassen", heißt es in dem Bericht.
Nur eine technologiebezogene Fähigkeit, technologische Kompetenz, schafft es in die Top 10 und belegt den sechsten Platz. Die Fähigkeit, künstliche Intelligenz (KI) und Big Data zu verstehen und damit zu arbeiten, liegt derzeit auf Platz 15.
Sich entwickelnde Fähigkeiten
Laut WEF ist mit weiteren Entwicklungen zu rechnen, wonach voraussichtlich am stärksten nachgefragt werden soll.
- Arbeitgeber schätzen, dass 44 % der Fähigkeiten von Arbeitnehmern in den nächsten fünf Jahren beeinträchtigt werden - so der Bericht.
Kreatives Denken wird voraussichtlich am stärksten an Bedeutung gewinnen, gefolgt von analytischem Denken und technologischer Kompetenz. Letzteres ist besonders wichtig, da die technologische Entwicklung ein wesentlicher Faktor für die Schaffung neuer Arbeitsplätze und den Abbau bestehender Arbeitsplätze sein wird.
Das Wissen über künstliche Intelligenz und Big Data belegt den siebten Platz, da der Sektor in letzter Zeit boomt und Bedenken darüber aufkommen lässt, wie störend KI für das bestehende Beschäftigungssystem sein wird. Auch Soft Skills wie Neugier und lebenslanges Lernen sowie Resilienz, Flexibilität und Agilität werden für Arbeitnehmer auf Platz vier und fünf immer wichtiger.
Auf der anderen Seite der Skala gehören körperliche Fähigkeiten zu denen, die in Zukunft möglicherweise weniger wichtig sind.
- Während die Befragten der Meinung waren, dass keine Fähigkeit tatsächlich abnimmt, betonte eine bedeutende Minderheit der Unternehmen die Bedeutung von Lesen, Schreiben und Mathematik; Weltbürgerschaft; sensorische Verarbeitungsfähigkeiten; und handwerkliches Geschick, Ausdauer und Präzision hätten für ihre Arbeiter immer weniger Bedeutung - heißt es in dem Bericht.